Online Banken im test

Die Online-Banken im Test

Durch unabhängige Tests wurde die Sicherheit des Online-Banking bestätigt. Was leistet Starmoney, Outbank & Co. im Test? Dazu gehören die Migrosbank und kleinere Kantonalbanken.

Online-Banking: Österreichs Banken auf dem Prüfstand

Nicht nur wegen der gescheiterten IT-Migration, sondern auch wegen des neuen Konzepts des Online-Banking hat die Österreichische Post AG die Kundschaft geärgert. Da Sie heute vor allem über das Intranet mit Ihrer Hausbank in Verbindung stehen, denken viele Bauherren über einen Wechsel nach. Aber was hat der Wettbewerb im Web zu bieten? Dabei hat er die Banken hinsichtlich der Startseite, der Kontenübersicht und der Übertragungsfunktion sowie ihrer Handy-Website analysiert.

Tatsächlich würden die meisten Kundinnen und -kundinnen das Online-Banking vor allem für zwei grundlegende Funktionen nutzen, ihren Kontostand überprüfen und Geld überweisen, sagte Scheugl. In der jüngsten Vergangenheit wurde die Österreichische Nationalbank viel gescholten, so dass die Kundinnen und -kundinnen traditionell zum Online-Banking in der rechten oberen Ecke kommen. Die beiden Ziffernfolgen sind schwer zu erinnern und werden daher lieber notiert - laut Scheugl ein überflüssiges Auffangrisiko.

Auf der negativen Seite ist jedoch zu erkennen, dass die Österreichische Nationalbank bankenspezifische Begriffe wie "Saldo" und "Veräußerungssaldo" verwendet, die den meisten Kundinnen und Kunden kaum bekannt sein dürften. Auf weiteren Subpages arbeitet die Österreichische Post auch mit "Buchungssaldo" und "Valutasaldo" in den ausgewiesenen Anteilen. Dies ist laut Scheugl verwirrend und keineswegs die Landessprache des Auftraggebers.

Auch auf die wesentliche Übertragungsfunktion im linken Menü entfällt die Hausbank. Schließlich gibt es bei der Österreichischen Post auch eine Kurzform auf der rechten Übersicht unter "Quicklinks". Auf der Mobilfunkseite kann die Österreichische Post AG Punkte sammeln - wenn der Konsument sie überhaupt finden kann. Laut Scheugl ist die verkleinerte Fläche exemplarisch. Als Alternative dazu stellt die Österreichische Post AG auch eine Applikation für Smartphonesan zur Verfügung.

Das Tochterunternehmen der BAWAG, die easybank, deren Website bis auf die Farbgestaltung mit der der Muttergesellschaft nahezu identisch ist, sieht sich als direkte Bank, mit der die Kunden vor allem online kommunizieren. Sie melden sich, wie bei anderen Banken gewohnt, mit einer Unterzeichnernummer und einem bis zu 16-stelligen PIN-Code an. Das, was Sie danach erleben, überzeugte den Usability-Experten Scheugl.

"â??Ich versteh nicht, warum InlandsÃ?berweisungen als hÃ?ufig genutzte Funktionen nicht Teil der hauptnavigatorischen Navigation sindâ??, sagt Scheugl. Aber nur Power-User tun das, also etwa fünf und mehr. Wenn Sie einen Einblick geben wollen: Die easybank stellt online eine Demoversion zur Verfügung, die Sie herunterladen und später auch testen können.

Überraschend an der easybank als direkte Bank ist, dass sie keine Handy-Website anbietet, die es Ihnen ermöglicht, auf Ihr Benutzerkonto in einer optimierten Weise über Ihr Handy zuzugreifen. Ihre kreisförmige Navigation sieht auf Scheugl spielerisch aus und könnte seiner Ansicht nach ernster sein. "Sie können die beiden Login-Felder direkt auf der Startseite anbieten", sagt Scheugl.

"Man kann sich etwas unter Bezeichnung wie "Kontostand" oder "verfügbarer Betrag" ausdenken, so Scheugl mit Bezug auf Begriffe wie "disposaldo" oder "schneller Zugriff" bei anderen Providern. Der Wareneingang und -ausgang ist in den Farben Schwarz und Weiß markiert, die Umsatzverteilung nach Monat ist nach Scheugl "nutzbar". Aber auch die Erste und Mittlere Reife sind nicht perfekt: Dass der Verknüpfungspunkt "Zahlungsverkehr" nicht sofort die Masken für inländische Überweisungen öffnet, ist nicht gerade ideal, und eine Ecke ist laut Scheugl zu komplex.

Auch das Online-Banking des ersten ermöglicht es dem Benutzer, sein Konto zu personalisieren - so können die unterschiedlichen Kontokorrentkonten beliebig in der oberen Navigation platziert werden. "Die Erfahrung zeigt, dass Anwender einen Webservice nutzen, der als Standard geliefert wird, kaum ein Anwender individualisiert etwas", sagt Scheugl. Aber auch die Handy-Website der ersten kann größtenteils durchsetzen.

Ein Browserschalter stellt sicher, dass Smart-Phones selbstständig darauf landet - ein markanter interner interaktiver Link leitet von der Handy-Startseite zum Log-in. Andernfalls gibt es an der Benutzeroberfläche wenig zu kritisieren - nur für die Angabe von Benutzernummer und PIN könnte die Website dem Benutzer per Default den Ziffernblock anstelle der Klaviatur ausgeben.

Verglichen mit der Österreichischen Nationalbank und der Raiffeisenbank konnte der Kontenstand noch deutlicher dargestellt werden. Zum einen strebt die Nationalbank nach Innovation im App-Bereich. Für die normale Erste Group App ist es für die Betriebssysteme iPhone, Android und Windows Mobile 7 erhältlich. Im Gegensatz zur Volksbank kann die stark regionalspezifisch ausgerichtete Österreichische Post AG allen ihren Kundinnen und Servicekunden den Zugang zu ihren Online-Banking-Dienstleistungen über die Website von RaiffeisenBank ermöglichen.

Laut dem Usability-Experten Scheugl hat dies jedoch einige Nachteile. Einerseits stützt sich die Raiffeisenbank auf die Wahl der verschiedenen Registrierungsverfahren, was laut Scheugl für die Kundschaft unübersichtlich ist. Schlecht, denn als Kundin auf dieser Website ist das Einloggen alles, was mich interessiert", sagt Scheugl. Obwohl die Kontoübersicht und die Fluktuationsliste aufgrund ihrer Klarheit kaum Anlass zur Beanstandung geben, entfernt sich die für die Übertragung wesentliche Funktion auch aus dem Grundmenü.

Im Gegensatz zu vielen anderen Banken gibt es bei der Hausbank aber auch die Option "Banküberweisung eingeben" auf der Startseite unter "Direktlinks". Auch sei es nicht ideal, dass das Online-Banking ohne die entsprechenden Browser-Buttons wie "vorwärts" und "rückwärts" zu einer popup-ähnlichen zusätzlichen Seite verschmilzt, so Scheugl. Im Bereich des Mobile Webs ist die Nationalbank jedoch Vorbild.

Der Einstieg bei raiffeisen.at über den Handybrowser bringt Sie unmittelbar zu einer für Smart-Phones geeigneten Software. Neben der Auswahl des Registrierungsverfahrens, das die Verbraucher irritieren könnte, ist die Mobilfunk-Website beispielhaft gestalte. Nach Scheugl sollte es sich jedoch oben auf der rechten Seite befinden - dort wird auch der Namen des angemeldeten Mitarbeiters mitangezeigt.

Die Raiffeisenbank verfügt auch über eine Vielzahl von Smartphone-Applikationen für iPhone und Smartphone. Für Neueinsteiger im Online-Banking macht die regionalspezifische Volksbankengruppe es nicht einfach. Wenn Sie Ihre Niederlassung nicht unmittelbar im Netz suchen und statt dessen auf volksbank.at gehen, müssen Sie beim Einstieg ins Online-Banking zunächst mehrmals klicken, um die Website Ihrer Niederlassung zu durchsuchen.

Der Zugriff über die Masken erfolgt - anders als beispielsweise bei der ebenfalls strukturierten Österreichischen Post AG - nur über die Onlinepräsenz der entsprechenden Zweigstelle. Über die Klarheit der Anmeldemaske hat Scheugl wenig zu klagen. Die Volksbank stellt auch die Nummer des Benutzers auf eine kaum zu erinnernde Zahl ein.

Zu beachten ist, dass der gewünschte Benutzername und PIN-Code auch vom Auftraggeber selbst ausgewählt werden kann und keine abstracte Kombination von Ziffern sein muss. Obwohl die einfache Kontoübersicht ihren Sinn voll ausfüllt und die entsprechenden Einträge leicht abrufbar sind, bemängelt Scheugl, dass die Volksbank auch die wesentliche Transferfunktion in der Navigation ausblendet.

Für den Zugriff auf die Option "Inlandsüberweisung" muss der Kunde auf der Startseite ein Dropdown-Menü mit dem Titel "Schnellzugriff" öffnen. Die " viel zu kleine Schriften ", die die gesamte Online-Präsenz durchlaufen, beschreibt Scheugl jedoch als das größte Defizit der Website. Gerade für Ältere ist eine solche kleine Schriftgröße nicht zulässig. Dies gilt zumal die Volksbank weder eine Handy-Site noch eine eigene Applikation bereitstellt.

Wenn Sie also Ihren Kontoguthaben auf Ihrem Handy abrufen wollen, haben Sie bei der Volksbank ein schlechtes Blatt. Das österreichische Online-Banking-Angebot ist in einer Zeit, in der Social Media-Unternehmen seit Jahren zeigen, was in Bezug auf die Usability von Online-Diensten zu tun ist, erstaunlich zurückhaltend. Dies beginnt bei einfacheren Sachen wie der aufwändigen Namensgebung einfacher Funktionalitäten, geht weiter mit manchmal überflüssigen Klickweiten und endet mit vermissten Handyangeboten.

"â??Die Banken könnten es den Online-Absolventen wesentlich einfacher machen. Unglücklicherweise werden die elementaren Grundlagen des Web-Designs immer noch ignoriert", resümiert Usability-Experte Scheugl. Bei Desktop, mobiler Website und Anwendungen ist die Erste Group zurzeit am besten positioniert. Obwohl die Banken Austria und Österreich auch Mobilfunk-Punkte sammeln können, haben sie noch Verbesserungspotenzial, insbesondere im Desktop-Bereich.

Mit der jüngsten Umwandlung der Österreichischen Nationalbank wurden viele operative Schritte unnötigerweise kompliziert: So kann sich das Unternehmen auf das in wenigen Tagen angekündigte Newsdesign freuen, das ein moderneres und klareres Erscheinungsbild versprechen lässt. Der Online-Angebot der easyBank ist stabil, obwohl das Nichtvorhandensein einer Mobile Web-Variante für eine Online Direktbank überraschend ist. Unter den fünf getesteten Banken hat die Volksbank den grössten Bedarf, sich im Netz zu informieren.

Klare, schwer lesbare, veraltete Funktionalitäten und das Fehlen mobiler Dienste machen die Hausbank zum Rücklicht im modernen E-Banking.

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